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Praktikumsbericht von Tordis Vierke, vom 28.07.2010 - 05.10.2010

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Die antike Mayastadt Tikal, Ur- und Regenwälder, der Quetzal– das Wappentier Guatemalas – damit verbinden viele das Land mit einer unglaublichen Vielfalt an Kultur und Natur. Von diesen Schätzen profitiert allerdings nur ein geringer Teil der Bevölkerung. Die meisten Guatemalteken, hauptsächlich die Landbevölkerung leben weit unter der Armutsgrenze und damit am Rande des Existenzminimums. Oftmals muss die ganze Familie arbeiten, wodurch viele Kinder die Schule nicht besuchen können. Die Analphabetenrate des Landes liegt bei ungefähr 30% und ungefähr 800.000 Kinder arbeiten hier täglich um ihre Familien zu unterstützen. Man sieht fast mehr Kinder arbeiten als Erwachsene. Sie helfen in den Küchen, verkaufen Kaugummis, Cashews, etc. oder schleppen Gemüsekisten und ähnliches.

In Jaibalito ist innerhalb weniger Wochen ein pädagogischer Raum für Kinder jeder Alterstufe entstanden, der es ihnen ermöglicht, trotz dem Status eines „Entwicklungslandes“ Kind zu sein und sich, wenn auch nur für einige Stunden, kindgerecht zu verhalten.

Durch mein Praktikum bei „ready to help e.V.“ konnte ich meine pädagogischen Fertigkeiten und Fähigkeiten anwenden und ausbauen. Der Projektleiter Maik Westermann hat mich sowohl als Mentor, als auch als Freund unterstützt und in meinem Handeln bestärkt. Ich konnte eigene Ideen in das Projekt einbringen und wir begannen sogar, ein durch mich ins Leben gerufenes neues Projekt mit den Kindern umzusetzen – nämlich der Bau eines Sandkastens. Die Gelder für dieses Projekt waren durch die Spendenaktion „Vamos a Guatemala“ vorhanden und wurden selbstverständlich vom Verein zur Verfügung gestellt. Die Amtsprache Guatemalas ist Spanisch, allerdings wird am See zu großen Teilen und vor allem unter den Kindern Kaqchikel oder Tz'utujil gesprochen. Da der Umgang mit Kindern allerdings nicht wirklich abhängig von der Sprache ist, hatte ich kaum Probleme mich mit den Kindern zu verständigen. Gab es allerdings doch mal Verständigungsschwierigkeiten konnte ich mit Hilfe von Maik auch diese Barriere überwinden. Er gab mir ein paar Spanisch-Stunden und ich konnte meine Spanischkenntnisse durch eine Vielzahl an Vokabeln ausbauen.

Fünf Tage in der Woche habe ich an der Tagesgestaltung, sowie der Betreuung von Vorschulkindern in Jaibalito mitgewirkt. Hierzu gehörten vor allem Bastelworkshops, und die Vermittlung von kreativen Fertigkeiten. Dabei wurde versucht, die Tagesabläufe individuell auf die Kinder abzustimmen und dem Alter und Leistungsstand entsprechend zu gestalten. Des Weiteren konnte ich beim allgemeinen Schulunterricht für Kinder der ersten bis vierten Jahrgangsstufe mitwirken, wobei auch hier die Vermittlung von Wissen auf die Bedürfnisse und Wünsche der einzelnen Kinder abgestimmt wurde.

Mein Praktikum wurde vom DAAD (Deutsch Akademischen Austausch Dienst) à ( http://www.daad.de/de/index.html ) durch einen Fahrtkostenzuschuss gefördert, was meinen fast dreimonatigen Aufenthalt in Guatemala finanziell sehr zugute gekommen ist.

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Weihnachtsfest 2010

Ein ungewöhnliches aber sehr schönes Weihnachtsfest 2010...

   

                                                Schulprojekt Jaibalito    

Die antike Mayastadt Tikal, Ur- und Regenwälder, der Quetzal– das Wappentier Guatemalas...   

                  

                     

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